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"Komando der Kampfwagen" bzw. Kampfwagenabteilung Körting

Dieses Thema im Forum "Fahrzeuge / Technik / Bauwerke" wurde erstellt von Mark IV, Jan. 22, 2018.

  1. Mark IV

    Mark IV Neues Mitglied AbzeichenUser

    Hallo,

    als Neuling in diesem Forum bin ich auf der Suche nach Informationen zum "Komando der Kampfwagen" bzw. zur Kampfwagenabteilung Körting.

    Bisher konnte ich leider nur in Erfahrung bringen, dass es im Mai 1919 dem "Freiwillingen Landjägerkoprs" (Freikorps Maerker) unterstellt war. Die in Leipzig eingesetzte "schwere Kampfwagenabteilung" soll aus

    einem Mark A Whippet (Nr. 53) und
    zwei Mark IV (weiblich) mit den Nummern 153 (Hanni) und 155 (Mariechen)

    bestanden haben. Möglicherweise war auch noch ein Pseudo A7V (Hedi oder Nr. 151) mit dabei.

    Leider finde ich zu diesem Thema recht wenig Material. Kann jemand weiterhelfen?

    Viele Grüße
    Tom
     
  2. Ruhrpottpreuße

    Ruhrpottpreuße Supermoderator / Ehrenmitglied Mitarbeiter AbzeichenSumoSpo

  3. elbavaro

    elbavaro Mitglied AbzeichenUser

    Hallo Tom!

    Erstmal willkommen!

    Ob es nur eine oder mehrere schwere Kampfwagenabteilungen gab, ist mWn immer noch ungeklärt. ich vermute mind. 2, da nur in einer KW-Abt. ein sogen. "Hedi"-Panzer war. Da es zwei davon gab, muss der zweite wohl bei einer weiteren schweren Kampfwagenabteilung gewesen sein; zumal es noch den Fall des A7V "Imperator" gibt, welcher ebenfalls noch im Einsatz war. Fakt ist, dass diejenigen Kampfwagenabteilungen, die den Zusatz "schwere" führten, allesamt Kettenfahrzeuge waren.

    Der Whippet blieb irgendwann mal liegen und wurde nicht weiter eingesetzt. Die Abteilung mit dem Hedi (Nr. 151) wurde kommandiert von Lt. d.R. Heinz Theunissen und war u.a. an den Kämpfen in Berlin, Mitteldeutschland und Leipzig beteiligt. Übrigens spricht auch eine Aussage Theunissens für mehr als eine Kampfwagenabt.: in einem Lebenslauf (ja, für eine Stellenbewerbung im Jahr 1922) schreibt er wörtlich:

    "Nach Kriegsschluß erhielt ich auf Betreiben meines Kommandeurs den Auftrag, beim Gen. Kdo. Lüttwitz ein Tankgeschwader für den Verband der regierungstreuen Truppen in Berlin aufzustellen. Als Führer derselben nahm ich an allen Revolutionskämpfen in Berlin, sowie an der Entsetzung Mittedeutschlands, Leipzigs etc. teil."

    Er schreibt "ein" und nicht "das".

    Ansonsten kann ich Dir zum Thema frühe Panzer das Landshipsforum empfehlen, in wlechem übrigens auch Rainer Strasheim (bekannter Buchautor zum Thema A7V) Mitglied ist: http://landships.activeboard.com/

    LG
    Chris
     
  4. elbavaro

    elbavaro Mitglied AbzeichenUser

    Ach ja: der Whippet war in Leipzig nicht mehr dabei - der ging schon in Berlin kaputt.
     

    Anhänge:

  5. 507Cyklop

    507Cyklop Mitglied AbzeichenUser

    Eine komplizierte Materie, da sich die Organisation(sgrundlagen) fortwährend und oft sehr rasch änderte(n). Ein Kommando der Kampfwagen gab es nur einmal, allerdings waren ursprünglich mindestens vier (vielleicht auch sechs) geplant. -Tatsächlich nachweisbar ist aber nur Kokampf (geführt von Hptm Georg Körting) bei Korps Lüttwitz/Reichswehrgruppenkommando 1. Unter Kokampf dienten drei Abteilungen, 1, 2 und 3, später als 101, 102 und 103 bezeichnet.
    1/101 hatte einen schweren Zug; hier sind "Hanni", "Erni", "Mariechen" und "Hedi" zu verorten. 2/102 ist die große Unbekannte; hier gab es drei leichte und einen schweren Zug (also Potential für "Imperator", den zweiten Hedi-Wagen, die beiden Whippets und ?). 2/102 war dauerhaft abgestellt zu Grenzschutz-AOK Nord und wurde schließlich in Königsberg demobilisiert. Hier fehlt bisher jeder Bildnachweis. 3/103 hatte drei leichte Züge, also vermutlich keine Tanks und war meistens in Schlesien bei Grenzschutz-AOK Süd eingesetzt. - Die frühen Tanks "53" und "54" in Berlin im Januar 1918 sind nur pauschal der Abteilung Körting zuzuordnen, da hier die Organisation noch nicht so ausgefeilt war (es sollte aber mindestens noch die Tanks "51" und "52" gegeben haben).
     
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