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Schießpreis der Leibregimenter (Chefschnur)

Dieses Thema im Forum "Fotos , Alben & Postkarten" wurde erstellt von KIR, Juni 11, 2013.

  1. KIR

    KIR Ehrenmitglied AbzeichenSponsor

    Hallo Zusammen,
    habe zwei Fotografien und ich vermute das es sich um eine Fahnenweihe (wohl eines Kriegervereins) aus der Nachkriegszeit handeln dürfte!?
    Interessant ist das ein Offizier die Chefschnur/Kaiserschnur des Kaiserschießpreises trägt und nur der Kompanie-Chef die extralange Chefschnur tragen durfte.

    Von der Uniformierung des Offiziers würde es evtl. zu einem Grenadier-Regiment passen, im SDA wurde geklärt wer die Person sein dürfte,
    es handelt sich um Feodor von Puttkamer, dieser soll als Kompanie-Chef der 10. Komp. des Gren. Rgts. Nr.2 den Kaiserschießpreis 1903 gewonnen haben.

    Danach schaute ich mir den Artikel zum "Schießpreis der Leibregimenter" im Ordens & Militaria-Magazin an, darin auch eine Kaiserschnur-Liste der Einheiten.
    Nur bin ich mir ziemlich sicher das diese Kaiserschnur-Liste (Schießpreis der Leibregimenter) aus dem OM-Magazin falsch sein dürfte!

    Ich vermute das der Autor da mit dem Kaiser- & Königspreis (also das Armabzeichen) durcheinander geriet!?
    Die Liste ist (bis auf einige Angaben beim FR90) auch identisch mit den Sieger-Einheiten (+ Kompanien & Jahr) des Kaiserpreises!

    Desweiteren steht im Günther Voigt "Band 5 - Die Infanterie-Regimenter Nr.128-132 ..." beim Königs-Inf.-Rgt. Nr.145
    das nur die 2. Kompanie des KIR145 den Schießpreis der Leibregimenter (Kaiserschießpreis) 1903 erhielt!
    In der OMM-Liste steht zum KIR145: 1905 die 11. Komp.; 1908 die 3. Komp.; 1913 die 1. Komp.

    Ich habe ein Reservisten-Bild der 1. Kompanie KIR145 von 1912-1914, keiner auf dem Bild trägt die Kaiserschnur,
    nur den Kaiserpreis (als Armabzeichen) was auch vollkommen richtig ist.
    Ich kann mir kaum vorstellen das eine Kompanie - die diesen seltene Auszeichnung erhielt - dies nicht auf ihrem Erinnerungsbild getragen hätte.

    Seltsam ist nur, das ich in keinem Armeeverordnungsblatt jemals etwas zudem Schießpreis der Leibregimenter (Kaiserschießpreis) gefunden habe!
    Falls jemand etwa zu dem Thema weiss, Quellen kennt oder sonst einen Tipp hat - wäre ich sehr dankbar.
    ;) Gruß Jens

    Leibregimenter waren nur Einheiten indem Kaiser Wilhelm II persönlich Regimentschef war und nur diese "Leib"-Einheiten konnten am Wettbewerb des Kaiserschießpreises teilnehmen.
     

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  2. Zeughaus-Braun

    Zeughaus-Braun Bekanntes Mitglied AbzeichenUser

    Tagchen Jens!

    Da kann ich dir vielleicht ein wenig helfen...ich habe ja gerade ne Menge an AVB-Jahrgängen bekommen.Diesen Beitrag habe ich allerdings schon vor einiger Zeit auf meine Website gesetzt....viel Spaß beim Recherieren.
    VG
    Timo

    http://www.zeughaus-braun.de/inhalt...-und-1911-im-schiessen-bester-kompagnien.html

    PS: Soltest du die Auszeichnungen des Jahre 1904 noch suchen...den kann ich wenn gewünscht auch noch posten°!
     
    Zuletzt bearbeitet: Juni 12, 2013
  3. KIR

    KIR Ehrenmitglied AbzeichenSponsor

    Hallo Timo,
    vielen Dank für Dein Antwort und Deinem freundlichen Angebot! Und dem Upload der Bilder!!! :s4:
    Aber die Kaiserpreis-Verleihungen in den AVB's (zum "Armabzeichen"/Kaiserabzeichen) sind mir bekannt,
    die "Gewinnerliste" gibt es z. B. auch komplett Online hier einzusehen: Link

    Ich suche etwas zum Kaiser-Schießpreis (also zur Chefschnur/Kaiserschnur), das war ein
    Schießwettbewerb nur unter den Leibregimentern (in denen Kaiser Wilhelm selbst Regimentschef war).

    Das ist alles etwas verzwickt, selbst dem Autor im OM-Magazin ist wohl diese Verwechslung zwischen diesen Preisschießen passiert!
    Ich hatte schon einige AVB's durchgesehen und absolut nichts zum "Kaiser-Schießpreis" oder "Schießpreis der Leibregimenter" gefunden.
    Falls Du dazu etwas hast, kannst Du Dich gerne bei mir direkt melden!
    Aber trotzdem schonmal vielen Dank! ;) Gruß Jens


    p.s.: wegen den AVB's melde ich mich nächste Woche nochmal bei Dir, muss erstmal gucken was ich da noch brauche!


    Für diejenigen Rgtr., deren Chef der Kaiser war, gab es hierzu noch eine besondere Schnur, die auch von den Offizieren angelegt wurde; auch die bayerischen, sächsischen und württembergischen Regimenter trugen sie.

    Für Unteroffiziere und Mannschaften bestand sie aus einer dreikantig geflochtenen Achselschnur aus gelbkamelgarnener Rundschnur, unten an einer dünnen 7 cm langen Rundschnur die gelbmetallene Kaiserkrone mit Zepter und Schwert. Bei einer zweiten Verleihung war die Schnur flach geflochten und in der Mitte von einer Goldschnur durchzogen. Außerdem am oberen Ende eine Rosette mit gelbmetallenem Medaillon mit Namenzug W II., darüber die Kaiserkrone. Sie wurde von Unteroff. und Mannschaften rechts evtl. über sonstigen Schützenschnur getragen.

    Für Offiziere war sie aus Gold und beim Hauptmann länger als für die Leutnants, überall die Kaiserkrone mit Zepter und Schwert.

    Die Schnur wurde von den Offizieren links getragen, nur diejenigen, die außerdem noch in Besitz der Schnur des 1. Garde Rgts., waren, legten dieselbe mit dieser zusammen rechts an.

    Hauptleute verblieb diese Schnur immer, allen anderen nur so lange, wie sie in der betreffenden Kompanie standen.


    Quelle: Uniformkunde Das Deutsche Heer Friedensuniformen bei Ausbruch des Weltkrieges, I Textband, W. Spemann, Stuttgart, 1982 Seite 305
     

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  4. Reiner

    Reiner Bekanntes Mitglied AbzeichenUser

    Hallo Jens!

    Ich bin neu in diesem Forum, deswegen kommt mein Beitrag etwas "verspätet".
    Deine Ausführungen zum Kaiser-Schießpreis sind sehr interessant.
    Da ich selbst im Besitz einer solchen "Schnur" bin, würde mich natürlich auch interessieren, welche Kompanien damit ausgezeichnet wurden? Der Kaiser-Schießpreis in seinen verschiedenen Ausführungen, wird in der Literatur sehr gut beschrieben und läßt auch so gut wie keine Fragen mehr offen. Bezüglich der mit dem Kaiser-Schießpreis ausgezeichneten Kompanien, konnte ich dagegen so gut wie keine Informationen ausfindig machen. Einzig die Verleihung an die 12. Kompanie des 6. Bayerischen Infanterie-Regiments im Jahre 1906, unter ihrem Chef Hauptmann Eberhard-Löhlein, ist ausführlicher beschrieben. Weitere Verleihungen sind teilweise ungenau oder widersprüchlich ("recht sicher" scheint auch die Verleihung an die 11. Kompanie des 1. Garde-Regiments zu Fuß im Jahre 1905 zu sein). Aus der mir zur Verfügung stehenden Literatur ist leider nicht eindeutig heraus zu lesen, ob der Kaiser-Schießpreis separat von den Regimentern bzw. deren Kompanien in einem eigenen Schießwettkampf ausgeschossen wurde oder aber bereits intern während des Preis-Schießens um das Kaiser- bzw. Königsabzeichen (dem Armabzeichen). Ich nehme an, dass letzteres der Fall ist und der Kaiser-Schießpreis sozusagen als zusätzliche Auszeichung für die "Chef-Regimenter" zu verstehen ist. Dies würde für mich dann auch erklären, weshalb die mir bekannten Gewinner des Kaiser-Schießpreises (neben den in der Literatur genannten von 1913/14 - 1./145, 12./120 und 1./6. BIR) auch in einer "Gewinner-Liste" des Kaiserabzeichens (dem Armabzeichen) geführt werden. Für die preußischen Kompanien würde dies bedeuten, dass sich die Gewinner-Kompanie (in jedem Schießjahr nur eine einzige) zunächst im jeweiligen Armeekorps durchsetzen mußte und das Schießergebnis anschließend noch innerhalb der preußischen "Leib-Regimenter" (nur unter den Gewinnern des Kaiserabzeichens) gewertet wurde. Da der Kaiser-Schießpreis auch an seine "Leib-Regimenter" aus den Königreichen Sachsen, Württemberg und Bayern verliehen wurde, wären die Verleihungskriterien entsprechend, nur das dort die Anzahl an Regimentern wesentlich geringer war.
    "Leider" existieren auch Fotos von Soldaten, die den Kaiser-Schießpreis ohne das Kaiser- bzw. Königs-abzeichen tragen und das wirft meine Annahme eigentlich wieder über den Haufen (zumindest habe ich keine Erklärung dafür).
    Ähnliches gilt für ein Foto des Kaisers vom Mai 1914, welches ihn in den Reihen des Offizierkorps seines Königs-Infanterie-Regimentes Nr. 145 zeigt, auf dem aber kein einziger Offizier den Kaiser-Schießpreis trägt, obwohl die 1. Kompanie laut Literatur als Gewinner und Träger (August 1914) genannt wird (ein Zufall?).
    Hast Du zusätzliche Informationen über die Ausführungsbestimmungen des Wettkampfes zum Kaiser-Schießpreis oder über weitere belegte Verleihungen - aus einem Armee-Verordnungs-Blatt oder einer anderen "sicheren" Quelle?

    Eine Aufstellung aller je ausgezeichneten Kompanien, einschließlich dem jeweiligem Verleihungsjahr, ist sicherlich eine interessante Aufgabe. Als Ergebnis ließe sich dann auch daraus ableiten, ob und an welche Kompanie/Kompanien Mehrfachverleihungen des Kaiser-Schießpreises stattfanden. Bis auf die Existenz eines Kaiser-Schießpreises für eine zweite Verleihung (allerdings nicht für Offiziere), ist hierzu in der einschlägigen Literatur leider überhaupt nichts zu finden.
    Da eine Verleihung des Kaiser-Schießpreises an „die Kompanie“ bzw. an das Regiment erfolgte, vermute ich, dass sicherlich keine Einzelurkunden für die beteiligten Offiziere/Soldaten ausgestellt wurden. Um dennoch einen Nachweis über die Auszeichnung sicher zu stellen, könnte ich mir aber durchaus vorstellen, dass eine Eintragung (ähnlich dem Schützenabzeichen) im Militär-Pass erfolgte. Gleiches dürfte auch für das Kaiser- bzw. Königsabzeichen gegolten haben. Weis Du mehr darüber?

    Annahmen sind für einen Sammler immer "etwas" unbefriedigend, deswegen hoffe ich, dass ich in diesem Forum weitere (auch korrigierende) Kommentare/Informationen über den Kaiser-Schießpreis erhalte.

    Gruß
    Reiner
     

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  5. IR 134

    IR 134 Sponsor AbzeichenSponsor

    Interessanter Beitrag, danke für´s wiederhochholen.

    Die Schnur wurde von WII am 18. Januar 1901 gestiftet aus Anlaß des 200j. Jubiläums des Königreiches Preußen. Mitte Mai desselben Jahres ergingen die Ausführungsbestimmungen an das KM. Im AVB von 1901 müßten die doch bestimmt abgedruckt sein, oder?

    Kennst Du das Bild schon? (Quelle: Die Tradition, April 1995)
    Dort wird über die Verleihungsbestimmungen leider auch nichts konkretes genannt, lediglich, dass bisher bekannte, Verleihung für beste Schießleistungen. In "Der Bote aus dem WGM, Heft 20/1987 erschien ein Artikel von U. Schiers zum Kaiserpreisabzeichen. Hat jemand diese Ausgabe?

    Gruß Stefan
     

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    Zuletzt bearbeitet: Okt. 15, 2016
  6. dragoner

    dragoner Bekanntes Mitglied AbzeichenUser

    Hallo zusammen ,

    Ich habe ein Bild eines Angehörigen , des Infanterie-Regiments Nr 116 .
    Er trägt den Kaiser-Schießpreis für eine zweite Verleihung .

    Laut dem Buch von Herr-Nguyen : Die deutsche Infanterie
    Das Abzeichen für die zweite Verleihung - eine weitere Stufe gab es nicht - zeichnete sich durch das Medaillon mit dem Namenszug Wilhelm II. als deutscher Kaiser
    sowie die eingeflochtene goldene Schnur aus.
    Die am Wettschießen beteiligten Mannschaften durften den Preis nur ein Jahr Tragen ,
    die Unteroffiziere und Kapitulanten jedoch so lange , wie sie in der Kompanie dienten
     

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  7. IR 134

    IR 134 Sponsor AbzeichenSponsor

    Habe das sächsische Militärverordnungsblatt 1901 geprüft. Leider auch nix zum Verleihungsverfahren genannt aber immerhin, in welcher Ausgabe des AVB es veröffentlicht wurde: und zwar in einer Extranummer 1901.

    Allgemeine Frage: gibt es die Armeeverordnungsblätter als PDF o.ä.? Online habe ich nur die Jahrgänge bis Mitte der 1870er Jahre gefunden.

    Gruß Stefan
     

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  8. dragoner

    dragoner Bekanntes Mitglied AbzeichenUser

    Die Schnur in #4 sieht mir eher aus wie Kaiser-Schießpreis für die erste Verleihung .
    Der Kaiser-Schießpreis für Hauptleute war aus Goldgespinst
     
  9. Deichkind

    Deichkind Supermoderator / Ehrenmitglied AbzeichenMod

    Hallo,
    @#7: Stimmt gibt´s nur bis 1875 online.
    Deichkind
     
  10. IR 134

    IR 134 Sponsor AbzeichenSponsor

    Ich habe eben mal alle sächsischen Verordnungsblätter von 1901-1914 geprüft. Fündig wurde ich 1913 (siehe Anhang)
    Dort wurde am 12. August 1913 der 11./GR 101 der Kaiser-Schießpreis zuerkannt. Zugleich erschoss die gleiche Kompanie das Königsabzeichen (wie bereits 1911 und 1912 (ein Foto zweier Angehöriger mit Königsabzeichen und Kaiserschießpreis ist bei Herr/Nguyen, Band 2 Seite 619 abgebildet)
    Wenn also diese Schnur von Unteroffizieren/Mannschaften 1 Jahr getragen wurde finde ich es merkwürdig, dass 1914 die 1./145, 12./120 und 1./6. BIR diese Schnur getragen haben sollen und nicht 11/GR 101. 1914 wurde kein Kaiser/Königsabzeichen mehr verliehen (und wohl auch kein Kaiserschießpreis). Ich denke, bei den 3 genannten Regimentern wird es sich um eine Verwechslung mit dem Kaiser/Königsabzeichen handeln denn eigenartigerweise haben diesselben Kompanien im Jahr 1913 das Kaiser/Königsabzeichn geschossen.
    Nach meiner Meinung wurde der Kaiserschießpreis (Schnur) jedes Jahr nur von einer Kompanie eines Kaiser-Infanterie-Regiments getragen und nicht von mehreren. Das würde dann auch erklären, warum bsp. IR 145 auf einem Foto von 1914 keine Schnur tragen weil sie eben noch von 11/101 getragen wurde.

    Gruß Stefan
     

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    Zuletzt bearbeitet: Okt. 15, 2016
  11. Deichkind

    Deichkind Supermoderator / Ehrenmitglied AbzeichenMod

    Nabend,
    der Kaiserpreis scheint im Juli/August ausgeschossen worden zu sein. Die Verleihung für das Jahr 1911 wurde zB. am 23.08.1911 bekannt gegeben. Es liegt also nahe, daß beide Preise (wie vermutet) zusammen ausgeschossen wurden.
    Deichkind
     
  12. Deichkind

    Deichkind Supermoderator / Ehrenmitglied AbzeichenMod

    Wenn ich die Diskussion richtig verstanden habe wurde der Kaiser-Schießpreis nur an deutsche Infanterie Regimenter verliehen und zwar nur an die, deren Chef KW II war. Gab´s auch was für die Regimenter, bei den KW II Chef war, die aber ausländischen Armeen angehörten?
    D.h. Es gab nur acht Regimenter, unter denen der Preis ausgeschossen wurde?
    1. Garde RgtzF, GrRegt. 110, IR 116, IR 145, GrRgt 101 (Sachsen), IR 120 (Württemberg), BIR 6 (Bayern).
    Deichkind
     
  13. IR 134

    IR 134 Sponsor AbzeichenSponsor

    Korrekt.
    Neben den genannten noch Grenadier-Rgt. 3 und Leib-Grenadiere 8 sowie Mecklenburger Füsiliere Nr. 90. Außerdem betrachte er sich stillschweigend als Chef Grenadiere 2 die ebenfalls um die Schnur schossen
     
  14. dragoner

    dragoner Bekanntes Mitglied AbzeichenUser

    Im Pietsch steht , am letzten Friedenstage 1914 wurde die Kaiserschnur von folgenden Kompanien getragen 1./ Königs-Infanterie-Regiment Nr 145 , 12./ Inf-Regt Kaiser Wilhelm ( 2. Württembergisches ) Nr 120.
    1./ 6. Bayerisches Infanterie-Regiment Kaiser Wilhelm (Bayern )
     
  15. Deichkind

    Deichkind Supermoderator / Ehrenmitglied AbzeichenMod

    D.h. es gab entgegen der ersten Hypothese im thread mehr als nur eine Kompanie / ein Regiment pro Jahr, die die Schnur trug. Ist es Zufall oder Absicht, daß alle Träger unterschiedlichen Staaten angehörten? Wenn es Preis pro Staat wäre, müßten aber ja alle nicht-preußischen Staaten die Schnuren jedes Jahr tragen, da es nur jeweils eine Einheit aus Sachsen, Württemberg, Mecklenburg etc. gab. Rätselhaft. Könnte Mitte nächster Woche mal ins AVB 1901 schauen und die entsprechenden Passagen kopieren und einstellen.
    Deichkind
     
  16. dragoner

    dragoner Bekanntes Mitglied AbzeichenUser

    Ich denke es ist Absicht , das sie unterschiedlichen Staaten angehörten
     
  17. dragoner

    dragoner Bekanntes Mitglied AbzeichenUser

    Dazu vielleicht noch folgendes , es war ja auch ein Wettbewerb der Kompanien
     
  18. IR 134

    IR 134 Sponsor AbzeichenSponsor

    Wenn dem so wäre, dann müßte die 11./GR 101 auch 1911/1912 die Schnur tragen, da sie beste Schießkompanie (für das Kaiserabzeichen-Ärmel) im XII. Armeekorps war und zugleich einziges sächsisches Inf.-Regt., dessen Chef der Kaiser war. Hat sie aber laut Verordnungsblatt nicht, sondern eben nur 1913. Ich behaupte bis zum Beweis des Gegenteils, dass die Kaiserschnur in einem Extra-Schießwettbewerb der Chef-Regimenter WII ausgeschossen wurde und nur eine Kompanie - egal aus welchem Kontingent - die Schnur pro Jahr getragen hat. Und da wie oben erwähnt, 1913 das letzte mal die Schnur geschossen wurde, hat 1914 nur die 11./GR 101 dieselbige getragen. Bunggt! Gomma!Schdrich!!
    Hoffe, ick hab ma jez nich zu weit uff Fenster jelehnt sonst bin ick anjesch..ssen :eek:
    Dann dürfter mir Hermann Meier nennen :rolleyes:
     
    Zuletzt bearbeitet: Okt. 15, 2016
  19. Ruhrpottpreuße

    Ruhrpottpreuße Supermoderator / Ehrenmitglied Mitarbeiter AbzeichenSumoSpo

    Hallo!
    Im Herr/Nguyen steht, daß die Schnur innerhalb aller Infanterie-Regimenter, deren Chef oder Inhaber der Kaiser war, die Kompagnie mit den besten Schießleistungen, sie erhalten konnten.
    Die Mannschaften trugen sie ein Jahr, die am Schießen beteiligten Offiziere, Unteroffiziere und Kapitulanten so lange, bis sie aus der Kompagnie ausschieden. Nur der Kompagniechef behielt sie für immer.
    Sie wurde von Unteroffizieren und Mannschaften rechts, von Offizieren links getragen (außer 1.Garde-Rgt.z.F. - diese wurde auch rechts gertragen)!!!
    Ich komme auch mit der Einheit des Offiziers nicht klar.
    Wir sehen brandenburgische Aufschläge mit einer Litze am Kragen.
    Ist es eine Doppel oder eine Einzellitze?
    Mir fällt auf, daß unser Protagonist die Gardelitzen auf weißer Unterlage trägt.
    Diese Verbindung mit brandenburgischen Aufschlägen gab es nur bei:
    Garde-Gren.Rgt.1 (Doppellitze)
    Gren.Rgt.1 (Einzellitze)
    Gren.Rgt.2 (Einzellitze)
    Gren.Rgt.3 (Einzellitze)
    Gren.Rgt.4 (Einzellitze)
    I. u. III./Gren.Rgt.89 (Doppellitze)
    Inf.Rgt.115 (Doppellitze)

    Es dürfte sich also um eine Einzellitze handen, so daß das Gren.Rgt.Nr.3 durchaus möglich ist.
    In der 1904er RL war er aber nicht mehr bei der Einheit!
    Schauen wir uns mal die Uniformen der in der Liste genannten Regimenter an:

    1.Garde-Rgt.z.F.: schwedische Aufschläge
    Gren.Rgt.3: Einfache Kragenlitzen
    Füs.Rgt.90: Keine Litzen
    Gren.Rgt.101: schwedische Aufschläge
    Gren.Rgt.110: keine Litzen
    Inf.Rgt.116: keine Litzen
    Inf.Rgt.120: keine Litzen
    Inf.Rgt.145: keine Litzen

    Also ist unser Offizier nach dem Erhalt des Preises irgendwann versetzt worden. Nicht ungewöhnlich.

    Ich bin ein wenig durcheinander mit Fe(o)dor v. Puttkamer.
    Die Stellenbesetzung zeigt uns aber auch verschiedene Einheiten für 1919...
    Ich zitiere nur mal ohne Garantie auf Richtigkeit:
    1) Oberst Fedor v. Puttkamer (25.2.1868-26.6.1941), seit dem 21.4.1918 Kdr. 81.Res.Inf.Brig.
    2) Major a.D. Fedor v. Puttkamer (25.2.1868-26.6.1941), seit 1919 Kdr. Füs.Rgt.86
    3) Feodor v. Puttkamer (25.2.1868-26.6.1941), seit 5.2.1919 Kdr. Inf.Rgt. 153
    4) Feodor v. Puttkamer (25.2.1868-26.6.1941), 25.1.1915-Februar 1918 Kdr. Inf.Rgt. 165

    Laut Liste müßte es die 10./Gren.Rgt.Nr.3 sein (Jens schrieb aus Versehen Rgt.Nr.2)
    Leider habe ich die 1903er RL nicht.
    Der abgebildete Stabsoffizier trägt EK I, also war er im Weltkrieg in Verwendung.
    Welchen Dienstgrad meint Ihr zu sehen?

    Wenn es Fedor sein sollte, trägt er hier noch die Uniform von 1903. Da er aber das EK hat, müßte er die Uniform seiner letzten Dienststellung im Kriege tragen! Das paßt aber nicht zu den o.g. Infanterie-Regimentern. Ich weiß leider nicht, welche Uniform er als Kdr. der 81.Res.Brig. trug.

    Der Photograph kam aus Oebisfelde. Das liegt bei Wolfsburg. Hilft aber auch nicht weiter.
    Schwer, schwer, schwer...
    Vielleicht kann Glenn bei der Bestimmung helfen.

    Nachtrag zu Liste:
    Die Verleihungen des Kaiserabzeichens sind identisch mit denen der Kaiserschnur!
    D.h. die Regimenter, die das Abzeichen geschossen haben, und gleichzeitig "Kaisers Eigentum" waren, bekamen m.M. nach die Schnur automatisch.
    Allerdings ist die von Jens gezeigt Liste fehlerhaft. Aber das schrieb er ja selber.
    Die 3./ Füs.Rgt.90 schoß es außerdem noch 1907, 1908 und 1910!
    Der Fehler findet sich übrigens nur auf der Internet-Seite! Im OMM Magazin steht es richtig. Das habe ich mit den AVB verglichen!
    Wenn das wirklich die Liste der Kaiserschnüre ist, wurden die Schnüre automatisch verliehen. Logisch, oder?
    Hat sich der Autor vertan, wo findet man dann eine Liste der Schnüre? Da es wohl keine zu geben scheint, unterstreicht das meine These zur automatischen Verleihung.
     
    Zuletzt bearbeitet: Okt. 16, 2016
  20. Reiner

    Reiner Bekanntes Mitglied AbzeichenUser

    Hallo Stefan!

    Freut mich, dass der Kaiser-Schießpreis wieder auf Interesse stößt. Den Beitrag aus "Die Tradition" war für mich der Anlass hier etwas tiefer in das Thema einzusteigen.

    DANKE und Gruß
    Reiner
     
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